Werkstoff Musik war ursprünglich eine kleine Partyreihe im Berliner Underground. Mit neuen Perspektiven und Ehrgeiz entstand daraus die Idee ein Plattenlabel zu gründen, den Namen aber beizubehalten. Die einstige Zielsetzung wird hierbei natürlich auch übernommen, mal für mal neue musikalische Erlebnisse zu schaffen.

Dreher & Sm.art

Andreas Mügge, geboren 1975 in Hanau, begann schon früh, geprägt durch seinen Vater, der jahrelang Mitglied einer bekannten Hanauer Jazzband war, sich für Musik zu interessieren. Mit 3 Jahren spielt er das erste Mal Schlagzeug.

1985 spielte er dann zusammen mit der Band seines Vaters im Veranstaltungsaal des Wilhelmsbader Schloss in Hanau vor knapp 800 Menschen und begeisterte die tobende, auf Tischen tanzende Menge.

Immer auf der Suche nach Gleichgesinnten, musste er feststellen, dass es sich in seinem Alter als sehr schwierig erweisen würde, gleichaltrige zu finden, mit denen er solch ein ausgeprägtes Interesse an Musik teilen konnte. Mit dabei, sein Bruder, nicht weniger musikalisch, mit dem er schon damals stunden und tagelange Jamsessions im Haus seiner Eltern mit Gitarre und Schlagzeug hinter sich gebracht hatte.

Mit 15 Jahren (1990) kam er zum ersten Male mit elektronischer Musik in Berührung.

Durch erste Platten von Stakker Humanoid, Orbital oder 808 State und nach den ersten Besuchen auf diversen Veranstaltungen wie Mayday und Loveparade (1990/91/92), waren die Erlebnisse so prägend, dass kurz nach dem Kauf von 2 -Technics Stück für Stück angefangen wurde, Midi Equipment zu kaufen, um sich mit der Materie wie Sampler, Synthi, Midi und Mischpult auseinander zusetzen. 1993 machte er zum ersten Mal Bekanntschaft mit Christopher (Julian) Smith, der damals schon nach einem Malboro DJ Wettbewerb den 1. Platz machte und in Hanau diverse kleinere Veranstaltungen organisierte.

1994 gab es erste Partys. “mygge vs. smith” in diversen Abrissgebäuden rund um und in Hanau. Legendär u.a. die Party in der ehemaligen Orangerie des Schloss Philipsruhe, an der Stelle, wo heute die Landes Garten Schau stattfand. 800 Gäste waren gekommen, und obwohl die Veranstaltungen immer illegal waren, gab es nur selten ernste Probleme mit Ordnungshütern. Es folgten bis heute viele kleine und große Partys. Am bekanntesten war wohl die Tunnel-Party Reihe (1995-2002) in einer Hanauer Autobahnunterführung, die teilweise bis zu 900 Besucher zählte.

Erste “offizielle” Auftritte hatte Andreas Mügge unter anderem in der Frankfurter Ostparkstraße zusammen mit Heiko Laux und Laurent Garnier. Es folgten Gigs im Offenbacher MTW, diverse Radioauftritte und einen Abend in der U-Bar des U60311.

Über die Jahre hinweg entwickelte A. Mügge seinen eigenen Stil, das Auflegen, auch seine Produktionen, die damals noch nicht das Licht der Welt erblickten, waren immer mit einer bestimmten musikalischen Kennzeichnung versehen. Die Struktur, die Wärme analoger Sounds und die Emotionen spielen bis heute eine tragende Rolle.

Durch Plattenkäufe im Frankfurter und später auch Hanauer Freebase lernte er 1997 Olaf Zern kennen, der eigentliche Inhaber des Freebases. Der wiederum suchte lokale Acts für sein neues Label “Raummusik”. Nach dem Durchhören stapelweise Tapes, wurden irgendwann 4 geeignete Stücke gefunden, wobei “Boogiemonster” sofort ein kleiner Hit wurde und auf HR XXL in die Airplay Rotation einstieg.

Kurze Zeit später wurde er in Sven Väth´s Booking Agentur Cocoon aufgenommen. Nicht zuletzt dank der Zusammenarbeit mit Pauli Steinbach.

” D.Diggler ” war der Startschuß. Der Name, der den Leuten immer ein Lächeln entlocken sollte, inspiriert durch den damals trashigen Streifen “Boogie Nights”, war schnell in aller Munde und man konnte viele seiner Tracks in diversen DJ Charts und Playlist bekannter DJs wiederfinden.

Bis heute veröffentlichte er unzählige Maxis auf verschiedenen Labels, darunter Episode, Planet Vision, Raummusik, Resopal, Force Inc.,Konfekt, Punkt…usw.
Nach 2 erfolgreichen Alben erschien im Herbst 2002 sein bisher letztes Album “sounds fiction “.

Im Herbst 2006 wurde der vierte Longlayer auf Resopal Schallware „EM.PULSE“ veröffentlicht. Das erste „in-the-mix-album“ mit 18 Tracks.
Diverse Remixe von Pascal Feos, Johannes Heil, Dapayk und Robag Whrume folgten.

Nach einer Studiopause 2007 erblicken nun frische Tracks das Licht der Welt.
Unter Anderem auf Labels wie Oliver Lieb´s „Maschine“, Pascal Feos´Label „LevelNonZero“ und „Resopal Schallware“.

Im Sommer 2009 erscheint das neues Album auf „Level Non Zero“.